Flitterwochen in Japan Teil I - Tokio I

07 Mai 2017

Besser spät als nie. ;)
Diese Fotos will ich jetzt seit bald zwei Jahren hier zeigen und jetzt erst finde ich die Zeit dazu.
Kommt mit mir auf eine kleine Reise durch meine Erinnerungen.
Die Fotoqualität ist nicht die beste, da wir in Tokyo eine neue Kamera gekauft haben und uns erst an die Handhabung gewöhnen mussten.
Meine Handyfotos aus dieser Zeit sind leider verschwunden, weswegen ein Teil unserer ersten Tage in Tokio fehlt. Ein paar der Fotos sind noch auf meiner Facebookseite zu finden.


Unser Hotel war das MyStays in Ueno Inaricho. Eingerichtet in ehemaligen Apartments ist es sehr zentral gelegen und bietet alles, was man als Selbstversorger so braucht. Da wir unser Geld hauptsächlich für Sightseeing, Essen und Shopping verwenden wollten, haben wir bei den meistens Hotels am Comfort gespart. Reiskocher, Töpfe und Geschirr kann man an der Rezeption ausleihen, genauso wie Putzutensilinen. Der Müll wird an vorgeschriebenen Tagen möglichst gründlich nach den Recyclingregeln getrennt vor die Tür gelegt und dort von den Mitarbeitern des Hotels abgeholt. Im Keller gibt es einen Raum mit Waschmaschinen und Trocknern. An der Rezeption bekommt man gratis Teebeutel, Kaffee und Zucker und das Zimmer hat natürlich einen eigenen Wasserkocher. Auch finden sich dort Umgebungskarten in verschiedenen Sprachen. Eingezeichnet finden sich Bahnhöfe, Tempel, Supermärkte, Krankenhäuser, Polizei und andere wichtige Adressen.


Die Bilder sind in der Galerie leider etwas verpixelt, warum auch immer. Blogspot will mich wohl mal wieder ärgern...

Die meiste Zeit waren wir nur am Laufen. Wir haben am Tag mindestens 15 Kilometer zurück gelegt und das meistens zu Fuß. Der Ueno Bahnhof war gerade mal 15 Minuten Fußweg von unserem Hotel entfernt, von wo wir die Yamanote Linie mit unserem JR-Pass benutzen konnten. Somit waren wir sehr gut angebunden und konnten jeden Tag verschiedene Teile Tokios erkunden.
Am ersten Tag waren wir im Ueno Park, aßen in einem kleinen Restaurant zu Mittag und wanderten ein bisschen durch die Gassen in der Nähe unseres Hotels. Wir fanden einen Konbini (Supermarkt) und versorgten uns mit einigen Leckereien. Gegen Abend wird viel frisch Zubereitetes stark reduziert (Maki, gegartes Gemüse, Sushi, Onigiri, Nudelgerichte etc.), wodurch man gut Geld sparen und sich satt essen kann.
Wenn man als Veganer unterwegs ist, ist es gut wenn man die Sprache etwas beherrscht oder wenigstens die wichtigsten Kana und Kanji identifizieren kann, die einem Auskunft über Inhaltsstoffe geben. In Tokio finden sich viele vegane Restaurants und Cafés, wie z.B. das Ain Soph. Über ☞ Happy Cow kann man sich gut informieren.

Auf dem Weg nach Asakusa. Der Stadtteil des Bezirks Taitō war lange Zeit als Unterhaltungsbezirk bekannt. Heute besuchen ihn die meisten Touristen wegen des Asakusas Schreins, des Sensō-Ji und zum Shoppen. Der Bezirk birgt eine Vielzahl kleiner Läden mit traditionellem Geschirr, Stäbchen und Essen.

Der Sky Tree in der Ferne.

Entgegen der herrschenden Meinung, dass die meisten Japaner Englisch sprechen, ist dem oft nicht so. Einige verstehen zwar ein paar Brocken, können aber nicht antworten oder trauen sich schlichtweg nicht, weil sie ihre Sprachkenntnisse für zu schlecht halten. Bei uns besitzt schließlich auch nicht jeder ausreichend Englischkenntnisse.
Es ist von daher ein bisschen dreist zu erwarten, dass man alleine mit Englisch weit kommt. In einigen Großstädten mag das vielleicht der Fall sein, aber in Randbezirken oder auf dem Land muss man sich dann mit Händen und Füßen verständigen und es kann zu einigen Peinlichkeiten kommen.
Zwar hat man hier und da den "Gaijin Bonus" (als Ausländer darf man sich den ein oder anderen Griff ins Klo erlauben), aber das Wort ist eher negativ behaftet und man wird als Ausländer von (älteren) Japanern oft als Repräsentant der eigenen Kultur angesehen. Da sollte man sich zu benehmen wissen. Ein paar Buchempfehlungen folgen in den weiteren Berichten.

Das Hōzō-mon von Innen.


 Der Sensō-Ji oder auch Kinryūzan ist Tokios ältester Tempel.

An den typischen Wasserbecken (Chozuya) kann man seinen Mund ausspülen. Dafür nimmt man mit der linken Hand die Kelle und füllt sie mit Wasser. Mit dem Wasser wäscht man die rechte Hand und spült den Mund mit Wasser aus der rechten Hand. Den Rest des Wassers aus der Kelle gießt man zurück in den Chozuya. So reinigt man sich, bevor man das Innere eines Tempels betritt. Das Wasser ist oftmals kein Trinkwasser!


In Stadtteilen mit Touristenattraktionen finden sich häufig Umgebungskarten mit Hinweisen auf die Attraktionen.

Souvenirs gefällig?
Wenn man nur ein kleines Budget für Mitbringsel zur Verfügung hat, oder aber vielen Leuten etwas mitbringen möchte, kann man in den 100 Yen Shops oder bei Don Quijote fündig werden. Hier gibt es viele einmalige Dinge zum kleinen Preis. Süßigkeiten, Geschirr, Bentozubehör, Kosmetik, Kontaktlinsen, Krimskrams... Es findet sich alles mögliche für kleines Geld, was man bei uns weitaus teurer oder gar nicht bekommt.



Was ich besonders beeindruckend und reizend fand, war dass wirklich jedes noch so kleine Eckchen Platz für Pflanzen genutzt wird und das in einer Großstadt wie Tokio. Auf den Gehwegen, auf Balkons, auf Terrassen, auf Treppen, in Eingängen, Einfahrten, an Wänden - überall ist etwas Pflanziges zu finden und verschönert Stein und Beton mit Grün und Farbtupfern. Nicht nur die bei uns üblichen Zierpflanzen, auch Orchideen, Salat und Erdbeeren konnte ich entdecken.

Weiter geht es in Teil II

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